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Bald fahren Busse nach Nierstein – Pläne für ÖPNV-Anschluss Weinbergring

Wenn alles gut geht, dann wird der öffentliche Personen-Nahverkehr im kommenden Jahr für die Stadt Nieder-Olm deutlich verbessert. Joachim Mader, Verkehrsplaner von der ORN, stellte im Stadtrat Pläne des Nahverkehrsunternehmens vor, wonach es ab dem Fahrplanwechsel im Winter eine Ringlinie geben soll, die Nieder-Olm mit Gemeinden wie Hahnheim, Selzen, Köngernheim, Friesenheim, Dexheim und vor allem mit Oppenheim und Nierstein verbindet. Zudem arbeiten ORN, Stadt und MVG daran, die Baugebiete Am Weinberg an die Buslinie 66 anzubinden.
Während bei der Weinbergserschließung noch über die Finanzierung gesprochen werden muss, ist die Ringlinie recht konkret. Beim Kreis Mainz-Bingen als zuständigem Nahverkehrsträger wurde das Konzept schon vorgestellt. Demnach soll nicht eine komplett neue Linie geschaffen werden, sondern die bestehenden Linien 652 von Mainz nach Sörgenloch und die 662 von Undenheim nach Nierstein miteinander verbunden werden und stündlich über ihre bisherigen Endpunkte hinausfahren. „Wir nutzen das vorhandene Angebot. Dadurch werden die Kosten nicht allzu hoch.“ Denn zunächst einmal ist davon auszugehen, dass sich die Linie nicht selbst trägt. 300.000 Euro zusätzlich sind geplant.
Bei der Anbindung des Weinbergrings versuchen die Verkehrsplaner nun die Bewohner der Baugebiete am Berg schneller in die Stadtmitte zu bringen. Einmal pro Stunde soll die Linie 66 von Zornheim kommend über den Weinbergring, das Seniorenzentrum, die Eckeshalle und den Sparkassenkreisel zum Bahnhof fahren. Und zurück. Mehrere Haltestellen sind geplant. Entfallen würde der Einstieg DRK-Haus und Selztalschule: „Aber am DRK-Haus haben wir fast keine Zustiege und die Schule wird von anderen Linien angefahren“, sagte Mader. Offen ist hier aber noch, wer die Zusatzkosten von etwa 65.000 Euro im Jahr übernimmt: „Da müssen wir noch werben“, sagte Mader.
Stadtbürgermeister Dieter Kuhl war zufrieden: „Das ist wirklich eine erfreuliche Nachricht.“ Für die Bürger in den Neubaugebieten sei dies eine große Erleichterung: „Die Stadt Nieder-Olm hat größtes Interesse daran“, gab er Mader mit auf den Weg.

Text: Bardo Faust

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