Tag der LandFrauen - wichtige Veranstaltung der 70. Agrartage

Digitale Vernetzung und coole Bootsparty

Mit dem traditionellen Tag der LandFrauen haben die 70. Rheinhessischen Agrartage begonnen. Die Stadt Nieder-Olm beweist dabei zum 21. Mal ihre guten Gastgeberqualitäten und bietet den Veranstaltern mit den örtlichen Gegebenheiten auszeichnende Bedingungen für die einzigartige Kombination von Ausstellung, Fortbildung und politischer Plattform. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel investiert und wichtige Maßnahmen ergriffen, dass Sie sich hier bei uns in Nieder-Olm wohlfühlen“, sagte Stadtbürgermeister Dieter Kuhl in der Talkrunde beim Tag LandFrauen in der Ludwig-Eckes-Halle. „Wir sind froh, mit guten Rahmenbedingungen seit vielen Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Erfolgsgeschichte der Rheinhessischen Agrartage beitragen zu können“, ergänzte er und bedankte sich auch bei den Nieder-Olmer LandFrauen, die im vergangenen Jahr ihr 40 Jubiläum feiern konnten und verantwortlich zeichnen für die Bewirtung der über 400 Gäste in der Halle.
Dass es bei den LandFrauen längst nicht mehr nur um Hauswirtschaft, Backen und Kochen geht, sondern um selbstbewusstes Mitgestalten moderner Agrarwirtschaft und die Bearbeitung wichtiger gesellschaftlicher Themen, wurde einmal mehr durch zahlreiche Redebeiträge an diesem Nachmittag unter Beweis gestellt. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt betonte die wichtige Rolle der LandFrauen gerade in der Fläche des ländlichen Raumes und die Bedeutung ihre wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten. Schmitt machte aber auch klar, dass sie sich noch mehr Engagement von Frauen insgesamt in Wirtschaft und Politik wünsche. Da sei noch jede Menge Luft nach oben. „Wir stellen die Hälfte der Gesellschaft und haben eine Menge zu bieten“, betonte sie. Ursula Braunewell, Landesvorsitzende des Land Frauen Verbandes Rheinhessen e.V., formulierte ihren Wunsch an die Politik nach verbessertem digitalem Ausbau in ländlichen Regionen, denn nur so könnten beispielweise gute Bedingungen für Existenzgründungen geschaffen werden. Es sei enorm wichtig, Frauen bei diesem Schritt zu unterstützen. „LandFrauen müssen aber auch selbst Flagge zeigen und ihre Rechte in Anspruch nehmen“, forderte Braunewell.
Eine aufgeweckte Gruppe von „JungenLandFrauen“ nahmen anschließend in einem Sketsch die klassischen Landfrauen-Klischees aufs Korn und zeigten mit ihrer „coolen Bootsparty“, dass es auch beim Landfrauennachwuchs alles andere als bieder zugeht.