Mehr Sicherheit durch Corona-Schnelltests - Johanniter testen kommunale Kita-Mitarbeiter einmal pro Woche

Mitarbeiter der kommunalen Kitas in Nieder-Olm können einmal pro Woche einen Corona-Schnelltest machen.

Die Impfung von Kita-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Lehrerinnen und Lehrern scheint in Rheinland-Pfalz in greifbare Nähe zu rücken. Zumindest konnten schon mal alle in pädagogischen Bereichen Beschäftigte ihre Bereitschaft kundtun und einen Impftermin anfragen. Doch bis es tatsächlich so weit ist, gehen die fünf kommunalen Kitas in Nieder-Olm einen anderen Weg. Zusammen mit der Johanniter-Unfall-Hilfe Mainz e. V. bieten sie den insgesamt 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einmal pro Woche die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen. Angeregt und für alle organisiert hat das Alex Gamble, Leiter der Kita Sternschnuppe. „Ich habe davon gelesen und mich gleich darum gekümmert. Es gibt eine Internetseite, auf der sich die Einrichtungen für die Tests anmelden können“, erzählt er. Das sei doch eine tolle Chance, denn er wisse aus eigener Erfahrung, dass die Verunsicherung unter Pädagogen groß sei und sich besonders das Kita-Personal den tagtäglichen Risiken einer Corona-Ansteckung quasi ungeschützt ausgesetzt fühle, so Gamble.
Getestet wird im dafür umfunktionierten Personalraum der Kita-Containern an der Heinz-Kerz-Halle, die derzeit eine Interimslösung für fehlende Kita-Plätze bieten. So rückt nun einmal in der Woche, genauer gesagt freitags zwischen 11 Uhr und 14.30 Uhr, ein Team der Johanniter an, um unter Einhaltung strengster Hygienemaßnahmen, alle Freiwilligen abzustreichen. Denn eines sei klar, betont Alex Gamble, die Schnelltests sind eine Möglichkeit, keine Pflicht. Aus seinem Team hätten sich bisher alle testen lassen, aber er wisse von anderen, die noch etwas zurückhaltend sind, aber das könne sich ja noch ändern, hofft er. „Der Schnelltest ist überhaupt nicht schlimm und geht ganz schnell“, macht er allen Ängstlichen Mut. An diesem Freitag sind aus dem Johanniter-Team Kinderkrankenpfleger Stefan Denk und Sanitätshelfer Martin Feller vor Ort und testen die nacheinander eintrudelnden Probanden. Die Auswertung der aufgereihten Teststäbchen dauert etwa 15 Minuten. Aber so lange müssen die Kita-Mitarbeiter gar nicht warten, sondern können schnell an ihren Arbeitsplatz in einer der Kitas zurückkehren. Alex Gamble wird am Ende des Tages allen Getesteten das Ergebnis persönlich übermitteln. „Bisher waren übrigens alle Tests negativ“, freut er sich. Aber natürlich sei allen bewusst, dass es sich dabei immer nur um eine Momentaufnahme handle.

Text und Bild Annette Pospesch für Stadt Nieder-Olm