Ich bin ein Künstler…“ - Kita Zauberschloss stellt in der Schmiede Wettig aus

Tolle Kunstwerke stellten die Kinder der Kita Zauberschloss in der Schmiede Wettig aus. Überwältigt von der Kreativität der jungen Künstler waren auch (v.l.) Christian Scherer vom Förderverein (FÖV), Kita-Leiterin Martina Kraft, Maltherapeutin Susan Bobisch und Nadine Groß (FÖV).

Es war rappelvoll in der Schmiede Wettig bei der Vernissage der städtischen Kita Zauberschloss. Unzählige Kindergartenkinder samt Eltern und Erziehern tummelten sich im Erdgeschoss und auf der Empore, denn überall waren großartige Kunstwerke der kleinen Künstler zu sehen. Entstanden sind diese in einem vierwöchigen Kunstprojekt „Ich bin ein Künstler…“ mit der Mal-Therapeutin und Pädagogin Susan Bobisch vom Burgatelier Dattenberg, bei dem die Kinder intensiv in eine kreative Welt eingetaucht sind.
„Ich bin völlig begeistert davon, was unsere Kinder geschaffen haben und es war toll zu erleben, dass selbst die quirligsten unter ihnen, in sich ruhend, hoch konzentriert gearbeitet haben“, beschrieb Martina Kraft, Leiterin der Einrichtung, in ihrer Begrüßungsansprache ihre Beobachtungen. Bis auf einige wenige hatten alle Kinder der Einrichtung an der Aktion teilgenommen und auch den kleinen „Kunstverweigerern“ zollte Martina Kraft ihren Respekt: „Nicht jeder fühlt sich zum Künstler berufen und das sollten wir immer respektieren“.
„Es ist wunderbar in diesem schönen Ambiente, in dem sonst nur große Künstler vertreten sind, die Werke der Kinder zu präsentieren“, richtete Kraft einen herzlichen Dank an die Stadt Nieder-Olm. „In der Schmiede auszustellen ist toll – da können wir mit Oma und Opa hingehen und zeigen, was wir gemacht haben“, freuten sich auch Johanna und Julius und führten die Großeltern unverzüglich zu den Bildern.
Die bunten und glitzernden Kunstwerke der Kinder tragen so illustre Namen wie „Blumenstadt“, „König Schnurrbart“, „Der Abrissbagger“, „Die Wunderwiese“ und erzählen kleine Geschichten, die der Betrachter wie in einem richtigen Museum neben dem Kunstwerk lesen kann. Allen Bildern ist eines gemeinsam, sie sind ausnahmslos sehenswert. Damit diese auch nach der Ausstellung noch gewürdigt werden, wird sogar ein kleiner Kunstkatalog erstellt, den es in ein paar Wochen in der Kita zu kaufen gibt. Sogar ein Film ist entstanden, der das Projekt in all seinen Facetten dokumentiert hat.
„Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit den Kindern und dem gesamten Team der Kita zu arbeiten. Ich bin hier auf eine Gemeinschaft gestoßen, die Kreativität fördert und bereit ist, sich auf ein Experiment einzulassen“, zeigte sich Mal-Therapeutin Susan Bobisch begeistert. Diese Ausstellung sei eine tolle Erfahrung, auch für Eltern, um zu sehen, was in ihrem Kind so alles drinstecke. Ihre Werke wie in einem Museum inszeniert und gewürdigt zu sehen, mache die Kinder stolz – und ermutige sie hoffentlich, sich über die intensiven Kunstwochen hinaus, an kreative Arbeit heranzuwagen, so Bobisch.
„Finanziert wurde das Projekt zu einem großen Teil durch den Förderverein, der extra dafür auf dem Nieder-Olmer Straßenfest eine große Tombola veranstaltet hatte“, bedankte sich Martina Kraft dafür stellvertretend beim ersten Vorsitzeden Christian Scherer. Dieser wiederum dankte den Firmen, die großzügig Preise für die Tombola zur Verfügung gestellt hatten, so dass ein überwältigendes Ergebnis erzielt wurde. Nur so hätte dieses tolle Projekt, bei dem die Kinder so viel Spaß hatten, realisiert werden können.