Erste „Schatzsuche“ erfolgreich beendet

Kita Sternschnuppe bietet Elternprogramm zur Förderung des seelischen Wohlbefindens von Kindern an

Auf dem Boden liegen blaue Tücher, darauf steht eine Schatztruhe. Muscheln und eine Flaschenpost liegen daneben. Es mutet ein bisschen maritim an, als das Projekt in der kommunalen Nieder-Olmer Kita Sternschnuppe in die sechste Runde geht. An diesem Abend treffen sich die sieben teilnehmenden Mütter zum letzten Mal gemeinsam zur „Schatzsuche“.
Mit dem Elternprogramm "Schatzsuche" haben wir uns auf die Suche nach den wertvollen, manchmal unentdeckten Fähigkeiten und Schätzen der Kinder gemacht. Die Freude und der Spaß am gemeinsamen Miteinander und daran Erziehungsaufgaben zu fördern und die Entwicklung der Kinder kompetent zu begleiten, standen im Mittelpunkt dieses aus sechs Modulen bestehenden Programms“, erklärt Catrin Beck, Leiterin der Einrichtung. Sie hatte zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Ann-Catrin Spindler das Projekt zum ersten Mal in der Kita Sternschnuppe angeboten. „Wir gehören mit zu den ersten Kitas in der Region, die das Programm umsetzen“, freut sich die Kita-Chefin. „Gefördert wird das Programm übrigens von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) in Kooperation mit der TK (Techniker Krankenkasse). Sie stellen uns auch viele kreative Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Diese schaffen eine angenehme Atmosphäre und motivieren die Eltern bei ihrer ‚Schatzsuche‘“, berichtet Catrin Beck. 
Der Name „Schatzsuche“ betont es: Bei diesem Projekt soll nicht nach Fehlern gesucht, sondern es sollen Potenziale gefunden werden. So wurden Woche für Woche gemeinsam die Geheimnisse der Schatztruhe gelüftet: In ihr war bei jedem Treffen ein Umschlag mit einem neuen „Ziel“ zu finden und es galt eine neue „Schatzinsel“ zu entdecken: Da ging es um so wichtige „Schätze“ wie seelisches Wohlbefinden und elementare Schutzfaktoren. Es ging darum, zu verstehen, wie sich Kinder entwickeln, wie sich Ressourcen und Entwicklungschancen erkennen und nutzen lassen. Es wurde dem nachgegangen, wie Gefühle ganz unterschiedlich zum Ausdruck kommen. Es ging um Streitkultur und respektvolles Miteinander oder darum, wie jeder in der Familie Freiräume für Eigenes und Gemeinsames findet und wie mit Ritualen umgegangen werden kann. „Wir werden das Programm ganz sicher schon bald erneut in unserer Kita anbieten“, verspricht Catrin Beck. Längst sei das Interesse auch bei anderen Eltern geweckt worden.
„Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ist manchmal gar nicht so einfach. Häufig sehen wir vor allem das, was schwierig ist, was Stress macht und uns besorgt. In den vergangenen Wochen wurde uns gezeigt, wie wir den Blick auf das Positive lenken und uns und unsere Kinder stärken können“, resümieren die Teilnehmerinnen am Ende des Abends. Außerdem ist man sich abschließend einig, dass dieses hervorragende Programm auch für Väter angeboten werden sollte. Mit diesem Vorschlag stoßen sie auf offene Ohren bei der Kita-Leiterin. „Das ist eine sehr gute Idee“!