Dreck-Weg-Tag meets World Cleanup Day - Fleißige Müllsammler sagen dem Abfall in Nieder-Olm den Kampf an

Über 80 Personen beteiligten sich in Nieder-Olm am ersten gemeinsamen „Dreck-Weg-Tag und World Cleanup Day“ und jede Menge Müll wurde eingesammelt.

„Wir sind überwältigt von der großen Resonanz“, freute sich Bürgermeister Dirk Hasenfuss beim Anblick der vielen Menschen, die dem Aufruf „World Cleanup Day meets Dreck-Weg-Tag“ gefolgt waren. Bei bestem Wetter warteten auf dem Parkplatz des Rheinhessenbades über 80 Personen, ausgestattet mit Warnwesten, Handschuhen, Müllgreifern und Müllsäcken, auf ihren Einsatz. „Unser eigentlicher Dreck-Weg-Tag im März musste leider wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, daher haben wir die gute Gelegenheit genutzt, uns dem World Cleanup Day anzuschließen“, informierte Hasenfuss und bedankte sich herzlich bei den zahlreichen Familien, Kitas, Vereinen, Gruppierungen und Stadtratsmitgliedern, die gekommen waren, um gemeinsam die Stadt und die angrenzende Gemarkung vom achtlos in der Natur entsorgten Müll zu befreien. „Ein großer Dank geht auch an Torsten Eichhorn, der nun schon zum zweiten Mal mit großem Engagement den World Cleanup Day in Nieder-Olm organisiert hat“, hob der Stadtbürgermeister hervor.
„Auch ich bin froh über die Kooperation mit der Stadt“, gab Eichhorn zurück. „Die 2008 in Estland begründete Initiative ist inzwischen global verbreitet und wird auch in Deutschland jährlich am dritten Samstag im September durchgeführt. 2019 waren bereits 21 Millionen Menschen weltweit in 180 Ländern beim World Cleanup Day dabei und setzten durch ihre Müllsammelaktionen ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und plastik-müllfreie Umwelt. In Deutschland beteiligten sich in über 400 Städten und Kommunen rund 83.200 Menschen, schilderte er die Entstehungsgeschichte. „Wir möchten mit dieser Aktion schon bei unseren Kindern, das Bewusstsein schaffen, Müll zu vermeiden“, so Eichhorn. „Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie erleben Plastik- und Einwegprodukte eine besorgniserregende Renaissance. Neuerdings landen vermehrt Einweg-Masken und -Handschuhe in der Natur. Und aus einem gesteigerten Hygienebedürfnis heraus werden von vielen wieder vermehrt Einwegverpackungen akzeptiert“, gab der zweifache Vater zu bedenken.
Auch in Nieder-Olm wurde an diesem Vormittag rund um den Bahnhof und das Schulzentrum, entlang der Taulke-Allee und an der Selz sowie im Gewebegebiet und in den einzelnen Stadtteilen jede Menge Müll eingesammelt. Sogar eine alte "Kerbekasse" mit Geldinhalt wurde gefunden und so vielleicht ein schon länger zurückliegender Diebstahl aufgeklärt.
Beim Anblick der zahlreichen Mülltüten waren sich Bürgermeister Hasenfuss und Torsten Eichhorn einig: „Die gemeinsame Sammelaktion war sehr erfolgreich. Wir werden sie garantiert im kommenden Jahr wiederholen!“ Und auch wenn der gemeinsame Umtrunk zum Abschluss aufgrund von Corona nicht stattfinden könne, so gäbe es dennoch eine kleine Erfrischung zum Mitnehmen, so Hasenfuss und bedankte sich bei der Firma Eckes für die gespendeten Getränke.