Das "Geschichtscafé" der IG Geschichte findet jeden 3. Donnerstag im Monat im Alten Rathaus, Begegnungsstätte, Pariser Str. 101 statt. Bei Kaffee und Kuchen können Erinnerungen an das alte Nieder-Olm ausgetauscht werden. Bilder aus früherer Zeit sind immer willkommen.
Die IG Geschichte freut sich auf Ihren Besuch.

Ansprechpartner:

Irmtrud Möller Telefon: 06136-5532, E-Mail: hugo-moeller@t-online.de oder

Dr. Katharina Weisrock Telefon: 06136-752006


Historische AusstellungInteressiert betrachten Stadtbürgermeister
Dieter Kuhl und Landtagsabgeordnete
Frau Dorothea Schäfer die historischen Bilder
gemeinsam mit den Vertretern der
IG Geschichte (v. r. n.l.) lrmtrud Möller,
Hugo Möller, Dr. Katharina Weisrock

02/2017

Erfolgreiche Ausstellung im Alten Rathaus - Gesichter, Erinnerungen, Anekdoten

IG Geschichte präsentiert im Alten Rathaus Fotos von Alt Nieder-Olm

Die Organisatoren waren überwältigt: „Mit so einem Andrang hätten wir nicht gerechnet“, sagte Irmtrud Möller von der Nieder-Olmer IG Geschichte. Die Gruppe hatte einmal mehr ins Alte Rathaus geladen und einige Bilder aus ihrem Fundus gezeigt: Fotos aus Alt-Nieder-Olm. Und da gab es einige Aha-Erlebnisse. Zum Beispiel das Elternhaus der eigenen Mutter. Oder die alte Obstannahmestelle in der Pariser Straße: „Und der Mann da auf dem Pferdewagen ist mein Großvater“, sagte etwa Irmtrud Möller mit Blick auf das Bild.
Und so ging es vielen alteingesessenen Nieder-Olmern beim Anblick der Bilder. Alte Erinnerungen wurden abgeglichen, in den Köpfen nach den Namen für die Gesichter gekramt, Anekdoten ausgetauscht. Und die ebenfalls in großer Zahl anwesenden Neubürger nutzten die Gelegenheit für einen Blick in die Vergangenheit ihres Wohnortes, der ja mittlerweile zu einer richtigen kleinen Stadt mit mehr als 10.000 Einwohnern herangewachsen ist.
Fünf Stunden hatte die Ausstellung geöffnet. Und fünf Stunden lang war mächtig was los. Immer wieder kamen neue Gäste in die drei Räumen und nutzen auch die Gelegenheit, sich bei Kaffee, Kuchen, Gulaschsuppe und Schmalzbrot auszutauschen. Oder sie hörten Stadtbürgermeister Dieter Kuhl zu, der die Gäste offiziell begrüßte und sich ebenfalls freute, wie groß das Interesse war: „Das nächste mal müssen wir die Festhalle mieten“, sagte er scherzhaft und bedankte sich bei der IG Geschichte für ihr wichtiges Engagement, denn: „Wenn wir die Vergangenheit nicht betrachten, machen wir vielleicht erneut alte Fehler, weil wir nicht aus den gemachten Erfahrungen gelernt haben.“  Es sei einfach wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten, wie der Ort früher einmal war, als er noch ein Dorf war. Mit 2000 oder weniger Einwohnern.

Namentlich dankte Kuhl Irmtrud und Hugo Möller, Hannelore Hesselmann, Waltraud Plattner, Katharina Weisrock und Helmut Schmitt, die immer präsent seien und viel Arbeit in die Interessensgemeinschaft steckten. Dies würdigte auch die Landtagsabgeordnete Dorothea Schäfer: „Geschichte führt Menschen zusammen“, sagte die Historikerin und lobte die liebevolle Präsentation der Fotos. Irmtrud Möller gab für die IG noch einen kleinen Ausblick. So sei eine Ausstellung mit Bildern von vielen alten Nieder-Olmern geplant, allesamt aus dem Fundus des ehemaligen AZ-Fotografen Rudi Klos. Dabei erhofft sich die IG, dass noch viele offenen Namen zugeordnet werden können und damit die Arbeit der IG wieder ein Stückchen weiter geht.
Stadt Nieder-Olm

Text und Foto: Bardo Faust


Mitglieder der IG Geschichte und Nieder-Olmer
Landfrauen freuen sich mit Stadtbürgermeister
Dieter Kuhl über viele Besucher im
Historischen Café

15.09.2016
Viel Leben im historischen Cafe

200 Jahre Rheinhessen: IG Geschichte hält historisches Bewusstsein der Stadt wach – Viele Bürger interessierten sich für die Ausstellung mit alten Fotos und Gegenständen.
Am meisten diskutiert wurde vor den Fotos vom alten Nieder-Olm.  Das Hofgut in der Ortsmitte, das Alte Rathaus mit Kriegerdenkmal davor, die Kerb, der Bahnhof, die Mühlen rund um Nieder-Olm: Die IG Geschichte hatte eine interessante Auswahl an Fotos aus vergangenen Tagen ausgestellt, viele vom Nieder-Olmer Fotografen Rudi Klos, viele aber auch aus Privatbesitz gestiftet. Erinnerungen wurden wach an die eigene Kindheit, an Erzählungen der Eltern, der Großeltern: „Alte und neue Nieder-Olmer können heute einen Blick in die Geschichte unserer Stadt werfen“, sagte Stadtbürgermeister Dieter Kuhl, der dem historischen Café im Alten Rathaus einen Besuch abstattete.
Kuhl dankte der IG Geschichte, aber auch den Landfrauen, die den Tag im Rahmen des Jubiläums 200 Jahre Rheinhessen gemeinsam organisiert haben: „Das ist ein großartiges Engagement“, sagte er. Immerhin bleibe so das Bewusstsein für die Geschichte der Stadt am Leben.  Die Landfrauen waren für die Versorgung zuständig: Kaffee, Kuchen, Kartoffelsuppe und Wurstbrote gab es, hergestellt nach alten Rezepten – gegen Spende: Der Erlös fließt in die Nieder-Olmer Jugendarbeit. Gezeigt wurde auch der „Rheinhessen Quilt“ des Landfrauenverbandes Rheinhessen mit eingearbeiteten Fotos rheinhessischer Frauen. Aus Nieder-Olm sind dabei: Die Künstlerin Liesel Metten und die legendäre Wirtin „Tante Anna“ Princic.
Seit fünf Jahren existiert die IG Geschichte, die im historischen Alten Rathaus der Stadt ihre Heimat gefunden hat. Jeden 3. Donnerstag im Monat treffen sich die rund 15 Mitglieder zwischen 16 und 18 Uhr zu Kaffee und Kuchen, bewerten neue Fundstücke, sortieren, ordnen ein, diskutieren. Die Türen für die Mitbürger sind dabei immer offen: „Bei unserem Geschichtscafé kommt immer jemand vorbei, identifiziert Personen auf alten Fotos oder bringt sein Wissen über historische Gegenstände ein “, sagte Irmtrud Möller von der IG Geschichte. Wichtig sei dies, weil so immer wieder neue Puzzleteile an ihren richtigen Platz kommen.
Das historische Café war nun die erste richtige öffentliche Präsentation der Arbeitsergebnisse von fünf Jahren: Historische Kleider, altes Küchenwerkzeug, Fahnen und vor allem viele, viele Fotos wurden ausgestellt. „Davon haben wir noch Mengen im Archiv“, sagte IG-Mitglied Hugo Möller. Vor allem das Lebenswerk von Rudi Klos, der als Fotograf die Nachkriegszeit des Dorfes dokumentierte, das nach und nach zum Städtchen wurde. Da wartet noch eine Menge Dokumentationsarbeit auf die Interessensgemeinschaft. Schön wäre es, so sind sich die Ortshistoriker einig, wenn auch ein paar jüngere Mitbürger zu den Geschichtscafés kämen: „Für uns ist das wichtig, um die historische Erinnerung von Zeitzeugen im kollektiven Gedächtnis bewahren zu können“, sagte Dr. Katharina Weisrock, die ebenfalls in der IG mitwirkt. Weisrock präsentierte zudem erneut die Ausstellung über Wilhelm-Holzamer, die sie gemeinsam mit dem Wörrstädter Fotografen Thomas G. Tempel kuratiert hat.