Haus der kleinen Künstler: Im „Kindergarten plus“ gibt es alles, was es fürs Leben braucht

v.l. Anca Rösch, Dieter Kuhl, Horst Kortholt, Peggy Zschau und die Kinder freuen sich.

Bildung fängt schon im Kindergarten an. Und im Haus der kleinen Künstler bedient sich das Team um Leiterin Anca Rösch dafür seit drei Jahren eines besonderen Instruments: „Kindergarten plus“ heißt das Programm, von dem Rösch und ihre Stellvertreterin Peggy Zschau geradezu begeistert sind: „Wenn die Kleinen ,Kindergarten plus´ durchlaufen haben, haben sie alles, was man für das Leben benötigt“, sagt die Kita-Leiterin. „Es ist ein wunderbares Programm.“ Ziel ist es, die soziale, emotionale und geistige Bildung der Kinder zu stärken und zu fördern.
30 Kinder jährlich durchlaufen das Programm, das vom Lions Club Nieder-Olm finanziert wird – und das nicht nur zum Start. „Wir übernehmen auch die Kosten für die Materialien in den Folgejahren“, sagte Horst Kortholt, der dem Kindergarten das Zertifikat zum Kindergarten plus überbrachte, das üblicherweise erst dann überreicht wird, wenn die Kita das Programm schon einige Jahre fährt. Gemeinsam mit Stadtbürgermeister Dieter Kuhl brachte Kortholt das entsprechende Schild an der Hauswand an. „Wir freuen uns über diese Unterstützung. Jede Hilfe ist uns willkommen“, sagte Kuhl der zudem dankbar feststellte, „dass der Lions-Club immer mehr zum Vorschein kommt in der Stadt.“
Für Rösch und Tschau war vor allem eines wichtig: „Die Kinder haben mit dem Programm einfach eine Menge Spaß.“ An vier mal neun Vormittagen geht es dabei um die Themen Körper, Sinne, Gefühle, Beziehungen, Grenzen und Regeln sowie Lösung von Konflikten. In Spielen, Übungen, Gesprächen und Liedern werden die Themen mittels kreativer Methoden in Kleingruppen von 5 bis 12 Kindern erarbeitet. Im Laufe der Kindergartenzeit soll jedes Kind das Programm einmal durchlaufen haben. Und immer mit dabei: Zwei Handpuppen namens Tula und Tim.
Bei der kleinen Feier verwies Horst Kortholt drauf, dass sich in Nieder-Olm auch die katholische Kita und die städtische Kita Sternschnuppe um das Zertifikat bemühen. Und für das Haus der kleinen Künstler hatte Dieter Kuhl noch weitere gute Nachrichten im Gepäck: Die Ehrenamtsförderung für das Wasserspiel ist genehmigt, mit dem Bau kann demnächst begonnen werden. Zudem werde in dem Jahr auch noch die Fassade des Gebäudes neu gemacht.

Text und Foto: Bardo Faust