Dank LED-Leuchten: Stadt spart Geld, Energie und CO2

Neue Straßenbeleuchtung bei Nacht

Nieder-Olm. Wer abends aufmerksam durch Nieder-Olm geht, hat es vielleicht schon bemerkt: Das Licht ist anders. Die Stadt lässt derzeit die Straßenlampen umrüsten. Statt der althergebrachten und mittlerweile verbotenen Quecksilberdampfleuchten sorgen jetzt LED-Lampen für das richtige Licht. Von rund 850 Lampen, die über die Stadt verteilt sind, wurden jetzt mehr als 750 auf LED-Technik umgerüstet. Mit dem Projekt wird viel gespart: Energie, Geld, CO2.

Was jetzt nicht umgerüstet wurde, sind Natriumdampflampen: „Die sind nach wie vor erlaubt und machen ein angenehmes Licht. Gerade in der Stadtmitte war mir das wichtig“, sagte Stadtbürgermeister Dieter Kuhl. Gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Firmen und den Beigeordneten machte er eine kurze abendliche Tour durch Nieder-Olm, um sich von der Kraft der neuen Lampen zu überzeugen.

Die Energieeinsparung dank der Umrüstung ist enorm: Rund 85 Prozent des bisher für die Straßenlampen notwendigen Stroms werden künftig nicht mehr benötigt – „mehr als bei der Antragstellung erwartet“, sagte Andreas Pfaff vom gleichnamigen Saulheimer Umwelt- und Energiebüro. Er hat das Projekt für die Stadt gesteuert und sich um die Fördermittel gekümmert. Denn der Bund unterstützt die Umrüstung mit einem Zuschuss von 25 Prozent. Die Stadt Nieder-Olm investiert insgesamt 200.000 Euro.  Die Kosten werden sich aber schnell amortisieren. Die derzeitigen Strompreise zu Grunde gelegt, ist dies laut Pfaff in drei bis vier Jahren der Fall. Die gesparten Kosten in dem Bereich gibt der Umweltfachmann mit etwa 50.000 Euro pro Jahr an – „konservativ gerechnet“.

Für Dieter Kuhl und die Stadtspitze zeigen diese Zahlen, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen haben: „Neben dem Geld und dem Strom sparen wir dadurch auch noch eine Menge CO2 ein“, sagt Kuhl. Laut Pfaff sind dies 3000 Tonnen in 20 Jahren: „Damit leisten wir unseren Beitrag, um gegen den Klimawandel anzukämpfen“, sagte der Stadtbürgermeister, der sich bei der Rundfahrt zudem davon überzeugte, dass die Straßen auch mit der neuen Technik hell genug sind.