Bis zum Weihnachtsmarkt soll das freie W-Lan stehen

Stadt und Betreiber e-rp unterzeichneten die Verträge

Das Ziel ist klar: Bis zum Weihnachtsmarkt in Nieder-Olm soll es zumindest rund um den Rathausplatz schon freies W-Lan geben. Das wäre dann am ersten Wochenende im Dezember. “Wir sind technisch bereits sehr weit”, sagte Udo Beckmann, Geschäftsführer des Energieversorgers e-rp.
Im Alten Rathaus unterzeichnete er mit Stadtbürgermeister Dieter Kuhl die entsprechenden Verträge, mit denen die Kooperation besiegelt wird. Installiert und betrieben wird das Netz, dem der Stadtrat im August einstimmig zugestimmt hatte, von e-rp. Die Stadt beteiligt sich mit einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von 20.000 Euro, ist aber in Sachen Haftung und Pflege außen vor. Das freie Netz wird vom Rathaus über die Einkaufsbereiche der Pariser Straße, der Bahnhofstraße und der Oppenheimer Straße bis zum Sportzentrum und zum Schwimmbad reichen. Eingeschlossen in das Projekt ist auch die Ludwig-Eckes-Festhalle. In der Halle, in der Bücherei und im Jugendtreff kann ebenfalls fröhlich gesurft werden, wenn das gesamte Netz einmal steht. Damit diese neue Möglichkeit nicht mit gefährlichen Inhalten gefüllt wird, sind bestimmte Filter eingebaut, die etwa Seiten mit rechten oder pornografischen Inhalten sperren. „Für Nieder-Olm ist das ein Quantensprung und ein großes Geschenk“, sagte Dieter Kuhl. Das W-Lan sei ein großer Standortvorteil für die Stadt, die Geschäftsleute und die Bürger. „Das freut mich sehr.“  Er dankte er-p für die aufwendige Installation und die Investition in die Zukunft.
Udo Beckmann und sein Vertriebsleiter Marcus Wagner skizzierten ein paar Eckpunkte des Projektes: In das offene W-Lan dürfen alle Bürger und Gäste in den genannten Bereichen jeden Tag für zwei Stunden kostenlos. Dafür ist nur die Angabe der Telefonnummer und der E-Mail-Adresse nötig. Dazu sind – wenn gewünscht - kostenpflichtig weitere Zeiten buchbar. Kunden des Energieversorgers dürfen dagegen 24 Stunden frei surfen – mit drei Geräten pro Kunde: „Für uns ist das Projekt natürlich auch ein Marketinginstrument“, macht Beckmann keinen Hehl daraus, dass sich das Unternehmen damit auch wirtschaftlich etwas erhofft. Mit der einmaligen Eingabe der Kundennummer sind diese immer automatisch drin im Netz, wenn sie die abgedeckten Bereiche betreten. Das gilt übrigens auch für andere Kommunen, wie etwa Alzey und Kirchheimbolanden, wo ähnliche Projekte bereits laufen. Und bald vielleicht auch die Zentren einiger anderer Ortsgemeinden in der VG. „Auf die werden wir auf Anregung von Verbandsbürgermeister Ralph Spiegler auch zugehen“, so Beckmann.

Installiert werden für das Projekt 25 Access-Points, Richtfunkantennen und Masten. Denn mangels Rohren muss die Verbindung oberirdisch mittels Funkbrücken hergestellt werden. Viele davon hat die damit beauftragte Alzeyer Firma Max Gasser bereits gebaut: „Das läuft prima und geht zügig voran“, sagte IT-Fachmann Gerwin Köster, der für die Verbandsgemeinde das Projekt betreut. Am Ende wird es möglich sein, vom Rathaus bis auf die Liegewiesen des Schwimmbades zu gehen, ohne das W-Lan zu verlassen. Und in der Ludwig-Eckes-Festhalle gibt es außerdem eine Besonderheit. Hier gilt die Zwei-Stunden-Begrenzung nicht, weil ja auch die Veranstaltungen dort meist länger dauern.