Vom Konzept zum Blindenhund: Broschüre zum Kunstwerk erschienen

Schüler der Liesel-Metten-Schule freuen sich über die Broschüre zum Kunstwerk

Ein „nachhaltiges Kunstwerk, außergewöhnlich für Nieder-Olm“ – für den Blindenhund in der Kleinen Untergasse ist nach Ansicht von Stadtbürgermeister Dieter Kuhl kein Lob zu viel. Keine Frage deshalb für die Stadt, eine Dokumentation in Buchform zu finanzieren, in der der Weg vom Konzept bis zur Aufstellung der Skulptur nachgezeichnet wird. Die Künstlerin Liesel Metten hat das Werk im vergangenen Jahr zum Jubiläum „200 Jahre Rheinhessen“ gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern

der Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung geschaffen. Die Schule trägt mittlerweile den Namen Liesel-Metten-Schule. In monatelanger Arbeit entwarf das Team Bäume, Tiere, Brücken und Gebäude, die nun auf dem Hund angeordnet sind – Rheinhessen zum Ertasten und Erleben.
„Die allerwichtigsten sind die Kinder der Liesel-Metten-Schule“, sagte Kuhl bei der Präsentation des Buches, zu der er sich mit der Künstlerin, den Schülerinnen und Schülern sowie Peter E. Eckes am Blindenhund traf. Eckes hatte das 15.000-Euro teure Objekt im vergangenen Jahr mit einer Spende erst möglich gemacht: „Das Kunstwerk hat einen großen Stellenwert für Nieder-Olm und die Region“, sagte er und freute sich darüber, dass Metten damit auch einen weiteren Platz der Stadt mit einem ihrer bespielbaren Kunstwerke bestückt hat. Darauf zielte auch Schulleiterin Gabriele Ptok ab: „Diese Kunst kann man begreifen“, sagte sie, denn: „Begreifen, das macht man mit den Händen.“ Für Metten eine Selbstverständlichkeit: „Ich habe fünf Kinder. Deshalb bin ich auf die Idee gekommen, bespielbare Kunst zu schaffen.“
Für die Kinder war die Entstehung des Blindenhundes eine tolle Erfahrung: „Ich hatte vorher mit Kunst nicht viel zu tun. Das war mal was Neues und hat viel Spaß gemacht“, sagte zum Beispiel Schülersprecherin Mareike Bisch. Und auch die Künstlerin hatte ihren Spaß: „Ich freue mich vor allem über den Bezug zum Jubiläum ,200 Jahre Rheinhessen´ denn die Kinder kommen ja alle aus ganz Rheinhessen.“
In der Broschüre schließlich, die von Petra Schröder und Thomas Brodrecht konzipiert wurde, sind vor allem eine Menge Bilder zu sehen die zeigen, was in den Monaten der Realisierung alles geschah: von den Ausflügen in die rheinhessische Landschaft über die Arbeitseinsätze im Metten`schen Garten, bis hin zur feierlichen Einweihung im vergangenen Jahr. Die Broschüre gibt es in einer Auflage von 300 Stück. Bei Interesse kann man sich an das Stadtbüro wenden.

Text und Bild: Bardo Faust